Der Sturm des Chaos

Nach diesem Sturm des Chaos herrschte eine kurze Weile atemlose Stille auf Lehoryas, und graue Nebel überdeckten die rauchenden Trümmer einst glanzvoller Reiche.

In dieser Zeit der indifferenten Ungewissheit, ohne zu wissen, welche Kräfte nun gesiegt hatten, versuchten die Überlebenden, sich und ihre wenigen Habseligkeiten zu retten, versteckten sich in den Bergen und undurchdringlichen Wäldern, flohen auf andere Kontinente, in der Hoffnung, dort mehr Sicherheit zu finden.

Doch sie waren bereits Teil der globalen Veränderung geworden, denn die magischen Energien hatten sich tief in ihr Erbgut eingebrannt, so daß alle nachfolgenden Generationen - egal ob sie zu den Menschen, Elfen, Urome oder anderen Lebewesen gehörten - den Keim der Zauberkraft in sich trugen.

Die Magier hatten sich durch die Erschaffung und Beherrschung ihrer letzten Kreatur so verausgabt, daß sie nicht mehr imstande waren, die Kontrolle aufrechtzuerhalten, und so wurde ihr größter Alptraum wahr: Ihre eigene Schöpfung wandte sich gegen sie und löschte die meisten der Magier aus, ebenso viele der Wesen, die ihnen einst mit Freude gedient hatten.

Und soweit es ihm möglich war, vertrieb es die feinstofflichen Wesen aus ihren angestammten Wohnsitzen, den heiligen Bergen und Wäldern, den Vulkanen und geweihten Quellen.

Es wollte das einzige Wesen sein, daß Liebe und Aufmerksamkeit erfuhr, doch am Ende seines Vernichtungszuges waren nur wenige übriggeblieben, die es hätten verehren können. Sein Name wurde geheimgehalten und seine Existenz mit tiefer Angst wahrgenommen.