Die schwebende Insel

Die Ancevari bemerkten wohl, welche Entwicklung sich nun abzeichnete, doch sie griffen nicht ein, denn auch in ihnen zeichnete sich ein dramatischer Wandel ab: Sie waren auf allen Ebenen des Seins bereits so hoch entwickelt, daß die Zeit der Großen Transformation gekommen war: Überall in den Refugion der Sterneninsel entschwanden die Ancevari aus dem Dasein des Körperlichen und wandelten sich in reine Geist-Existenz, in der sie alle zu einer großen Einheit verschmolzen.

Nun endgültig unsterblich, zogen sie sich aus ihren Zentren zurück, um die Gefilde jenseits der Sterneninsel zu erkunden. Nur wenige blieben zurück, um als Geistwesen ausgesuchte Refugien zu durchwandern, in der Hoffnung, daß einst Wesen die Welten bevölkern würden, die das gewaltige Erbe der Ancevari antreten würden. Solange das noch nicht passierte, versahen sie die Zentren ihres Schaffens mit kraftvollen Schutzzaubern.

Auf Lehoryas hoben die Ancevari die gesamte Insel Eridian mitsamt dem unterirdischen Vulkan aus dem Meer und ließen sie über fortan über der Welt schweben. Sie gaben die Insel in die Obhut machtvoller Schutzgeister, die die Insel unsichtbar machten und sie fortan zu stets anderen Orten über die Planetenoberfläche steuerten. Die Stelle, an der die Insel aus dem Meer gehoben wurde, wandelte sich in einen tödlichen Mahlstrom, aus dem es kein Entrinnen gab.

Die Magier bemerkten nicht die Veränderungen auf Eridian; sie ignorierten die Berichte, daß die Insel verschwunden war und zahlreiche Schiffe in die Fänge des Mahlstroms gerieten. Die Menschen, die mit dem Mythos der göttergleichen Ancevari lebten, erschauderten in Angst, als sie feststellten, das die Wesen, die sie aus respektvoller Entfernung verehrten, sie verlassen hatten. Die Transformation werteten sie als böses Omen, als Zeichen eines nahenden Weltuntergangs.